Die Meta-Partei
Es fällt mir schwer, als Piratenpartei-Mitglied nach ein paar Jahren diesen Artikel schreiben zu müssen, aber ich kann nicht anders.
Die Piratenpartei Deutschland ist eine reine populistische Meta-Partei geworden. Statt den ursprünglichen Inhalten wie zensurfreie Netze, Urheberrechtsreform, Transparenz in der Forschung nachzugehen, haben seit 2009 mindestens zwei Gruppen die Piraten geentert und zwar erfolgreich:
Sowohl die Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens, wie auch seit neuestem die Rentnerpartei-Anhänger haben nur ein Ziel: “Ihr” Thema durchzudrücken. Die Popularität der Piraten für eigene Zwecke auszunutzen. IT-Themen und Datenschutz spielen keine Rolle.
Die enorme Fluktuation der aktiven Mitglieder, der Brain-Drain nach 2009, verursacht aus diversen Gründen, hat den Fokus seit damals komplett verschoben.
Das kann sich jederzeit wieder ändern, denn die Partei ist relativ einfach zu kapern: Es würde ausreichen ca. 300 Stimmen auf einem Bundesparteitag zu erreichen, also 300 Leute dazu zu bringen, für einen zu stimmen. Denn es gibt bis heute kein Delegiertensystem, nur wer zu einem BPT kommt, kann abstimmen. Alle anderen Parteimitglieder zahlen (wenn überhaupt…) zwar ihre bis zu 36€ pro Jahr, werden bei dieser Wahl aber nicht berücksichtigt.
Wenn also demnächst die Landwirte eine Lobby brauchen, 400*36 EUR sind machbar!
Nachdem man den Vorstand stellt, einfach die folgenden BPT zu/an strategischen Zeiten und Orte ausrichten. Zwischen Weihnachten und Neujahr oder während des Oktoberfestes in München. Wenn kein ITler kann und kein Student/BGE/Hartz4/Rentner Geld für eine Übernachtung hat.
Das Geld aus der Parteienfinanzierung kann man dann für Landwirtschaftliche Themen einsetzen.
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