Philosophie auf Krautkanal…
Zitat:
Idealismus, Misanthropie oder Realität
Eines der Themen über die ich am meisten grübel ist wie ich mich in die Gesellschaft einbringen soll. Ich leide nicht wie angeblich so viele Bernds an Sozialphobie oder Dergleichen und dies wird auch nicht der über 9000 Faden, über Derartiges.
Es gibt und gab so viele Fäden auf KC wo über die Gesellschaft mehr oder minder ernst geurteilt wird. Aber was hat das für Konsequenzen für den einzelnen Bernd?
Also frage ich mich mindestens einmal die Woche, ob es die Menschheit verdient hat das ich mich evtl. politisch engagiere und versuche die Welt zu einem besseren Ort für Alle zu machen? Haben sie es verdient, obwohl der Großteil von ihnen so verkommen(böse, gierig, eitel, arrogant und unterschichtig) ist?
Wenn du, Bernd, durch die Straßen gehst und dich umsiehst…Du siehst an der einen Ecke ein paar Mädchen die gerademal 14 sind und schon aussehen wie Nutten: weil sie 2 Tonnen Makeup im Gesicht haben und sich anscheinend im Beate Uhse-Shop einkleiden. Oder Kerle die in ihren coolen Gruppen durch die Stadt ziehen. Sie haben zwar keine Bildung aber dafür sind sie echte Gangster. Ihr wisst schon worauf ich hinaus will. Sobal ich die Wohnung verlasse könnte ich permanent kotzen. Sind diese Leute es wert das man sich für ihre Zukunft einsetzt? Sind sie nur Opfer äußerer Umstände? Und da ich dieses Problem erkannt habe, ist es da meine Pflicht ihnen zu helfen? Soll ich letztendlich Spitzenpolitiker werden und für den Weltfrieden, Gesundheit, Bildung und Moral kämpfen? Oder ist es vielleicht besser auf anderem Weg Karriere zu machen?
Soll man das System ausnutzen? Nur weil 99% der Leute zu armseelig sind, etwas zu erreichen, muss das ja nicht bei einem selbst so sein. Also wird man ein Arschloch. Man tut alles um im Leben weiter zu kommen(legal oder nicht sei hier belanglos) man lügt, betrügt, verrät, mobt und schleimt sich die Karriereleiter hoch. Und wenn man dann Oben angekommen ist, lässt man all die Anderen für ihre Unfähigkeit büßen, indem man sie wie Dreck behandelt, einfach weil man es kann. Man kann seine neue Position absolut egoistisch nutzen und ohne Rücksicht alles dafür tun damit es einem selbst gut geht. Mann kann sie aber auch nutzen um darauf hin zu arbeiten die Welt von eben diesem “schwachen Menschen” zu befreien. Alle die nicht in das eigene elitäre Bild passen lässt man verrecken. Aber man hat immernoch Leute für die man die Welt besser machen will und die befinden sich natürlich auf der gleichen “hohen” Stufe wie man selbst. Ein kleines Paradies für einen erlauchten Kreis. Die Anderen hatten ihre Chance, aber sie haben sie nicht genutzt.
Dann gibt es noch den dritten Weg, den ich in der Überschrift als Realität betitel. Er ist der Weg wo man sich sagt:”Ich will nichts besonderes da alles andere nur Träumerei ist, die ich nicht schaffen kann oder nicht schaffen will.” Und so ist es auch, man ist einfach nur einer unter Milliarden, versucht einen einigermaßen guten Beruf zu erwischen, sich ein schönes Leben aufzubauen, bis man einfach aber glücklich sterben kann. Man hat nicht großartig Gutes oder Böses getan wobei diese beiden Wörter je nach Betrachtungsweise der Gesellschaft relativ sind.
Ich kann mich nicht entscheiden. Lohnt sich das eine? Lohnt sich das andere? Haben sie es verdient, dass ich mich anstrenge um ihr Leben ein wenig besser zu machen? Oder sollen sie mir einfach egal sein und mir als Treppe zu Macht und Reichtum dienen…
Oder ist das alles einfach nur ein Hirngespinnst und ich sollte mich zurücklehnen und versuchen mein Leben so unauffällig wie möglich zu leben, denn eigentlich geht es mir ja ganz gut.
Und du Bernd? Hast du dich schon entschieden? Hat dich die Welt verdient? Als Erlöser oder als Unterdrücker?
Oder stellst du dich einfach nur in eine Reihe?
Zitat Ende
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