Leistung - Energie pro Zeit
Auch hier wieder ein möglicherweise polarisierender Artikel: Wie geht ihr mit Zeit um? Wie geht ihr mit eurer Arbeitszeit um? Wie geht Ihr mit eurer Freizeit um?
Wenn ihr mit Freunden und Familie Zeit verbringt, so gibt es sicher nichts daran auszusetzen, im Gegenteil.
Aber was ist mit Eurer Arbeitszeit? Wie viel Zeit eures Lebens verbringt ihr am Arbeitsplatz, mit Arbeit mit Meetings mit nervenden Kollegen, beim Tratschen in der Küche? Was kommt dabei raus?
Soziale Interaktion und Kommunikation erfordert einen gewissen Zeiteinsatz über den Grund der Kommunikation hinaus. Smalltalk, Community-Building, Freundlichkeit. Ohne geht es nicht. Ohne will man nicht.
Trotzdem habe ich schon viele Leute getroffen, die sich nie gefragt haben, ob sie ihre Zeit auch richtig verwenden. Je jünger die Leute waren, desto verschwenderischer sind sie damit umgegangen. Auch das ist in Ordnung, aber nicht besonders zielführend. Das ändert sich mit der Zeit :-)
Und dann gibt es noch Dinge die einem Zeit klauen. Fernsehen, Mailinglisten, Stammtische, Instant Messaging. Auch viele Konferenzen oder Telefonate mit “Vertrieblern”. Auch hier gilt natürlich ein gewisses Augenmaß, trotzdem setze ich in letzter Zeit klare Deadlines:
- Wieviel Zeit bin ich bereit für eine Sache zu investieren?
- Was erhalte ich im Gegenzug?
- Was sind die Chancen, dass ich darüber hinaus etwas erhalten kann? Strategische Ziele
Beispiel:
Das hat dazu geführt. dass ich nur noch wenige Konferenzen und Meetings besuche. Es gibt bessere Möglichkeiten des Networkings und schneller Möglichkeiten Inhalte, Techniken und Vorgehensweisen zu lernen. Die 10-20% der wirklich wichtigen Vortrage sind heute bei vielen Konferenzen auch rasch im Internet zum Anschauen verfügbar.
Beispiel:
Viele Usergroups sind ein Sammelsurium von unfähigen Leuten, die einem schlecht erklären, was schon vor Wochen in Blogs oder gar Büchern ordentlich nachzulesen gewesen wäre. Das variiert stark, aber wenn man 2-3 dort war, kann man dies recht gut einschätzen. Man baut zu den interessantesten Leute eine direkte Beziehung auf und lässt die Treffen sausen.
Beispiel:
Und dann gibt es noch einen weiteren Punkt: Potentielle Kunden. Die sich überlegt haben ein Startup zu gründen, aber weder über Kunden noch Geld verfügen. Keine technischen Skills haben und auch keine Referenzen im Bereich Unternehmensgründung oder -aufbau.
Sie wollen einem die tolle Idee verkaufen, sich zum Meeting treffen… und, und, und. Spricht man ein paar übliche Keywords an, sind diese oftmals unbekannt, dafür hört man 2-3 Jahre alte Buzzwords in jedem 2. Satz. Kommt das Thema Finanzen zu sprechen, wird es einsilbig.
Ich persönlich würde weder Geld noch Beratungs- oder Entwicklungszeit unvergütet in solche Vorhaben investieren. Mir ist kein erfolgreiches Startup bekannt, dass auf so eine Art auch nur mittelmäßig erfolg gehabt hätte.
Ich lehne daher sicherlich ein paar Anfragen im Monat aus solchen Gründen ab. Keine Zeit.
Beispiel:
Dann gibs auch Leute die immer nur kommen, wenn sie von einem was wollen. Kontakte, Geld, Schulung/Wissen. Sie melden sich weder zum Geburtstag noch zu Weihnachten und tun dafür auf extrem wichtig. Leider immer eine Einbahnstraße. Auch hier gilt: Keine Zeit.
Fazit:
Zeitmanagement ist schwer, insbesondere dann, wenn man trotz oben genannter “Regeln” immer noch zu wenig Zeit hat.
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