House of Pain ‘09 - Crashing Startups FOLGE 1
In meiner Funktion als Mentalist erlaube ich mir nun eine Liste von Unternehmen zu veröffentlichen, deren Überleben laut meiner übernatürlichen Quelle in 2009 nicht gesichert ist.
Deutsche-Startups.de (DS Media GmbH)
Deutsche-Startups.de ist eine Marketingplattform (“Nachrichtenseite”) über Unternehmen und Projekte der web 2.0 Szene. Beteiligt sind u.a. Holtzbrinck (siehe auch übernächstes Unternehmen) und European Founders Fund (EFF). Typischerweise dient die Plattform dazu neue Meldungen aus Startups der am Medium beteiligten Anteilseigner zu verbreiten. Die Finanzierung erfolgt, darüber hinaus, nur aus Bannerwerbung und Stellenanzeigen. Beides eine Garantie auf sinkende Einnahmen.
75% Deadpool Probability.
MyMüsli.de
Hochgehyptes Startup mit exzellenter Coverage auch in seriöseren Medien wie der FTD. In 2009 wird der Geldbeutel für Kunden deutlich enger sitzen, sich vergleichsweise teure Müslis (liegt in der Natur der Sache) auf Verdacht zu mixen und zu bestellen. Die letzten veröffentlichen Zahlen beeindrucken zwar auf Umsatzseite, um jedoch alleine die Gründer einigermaßen entlohnen zu können müsste der Umsatz sich noch mehrmals verdoppeln ohne die Kosten zu treiben. Sehr unwahrscheinlich.
Da andere europäische Länder schon viel früher eine beginnende Rezession erlebten als wir (z.B. UK) ist eine Expansion momentan sicher nicht schnell refinanzierend. Ob Banken und Investoren dafür noch Geld geben? Zum Schluss fehlt die Liquidität und der Laden macht zu…
75% Deadpool Probability.
Holtzbrinck und die eLAB Startups
Holtzbrinck wird als Verlagshaus eine ziemlich harte Landung hinlegen. Harte Einschnitte im Printgeschäft sind marktbedingt unausweilich - Ob das Geld für “Spielprojekte” noch reicht?.
Das S.v.H. noch weiterhin Geld für “Experimentelle” Projekte hergibt ist fraglich, die Strategie bei der eLAB sich mit ProSieben bei vielen Ventures zusammen zu partnern deutet schon in eine gewisse Richtung.
Die Bruchlandung von StudiVZ sollte SvH schlussnendlich überzeugen, sich in der Webbranche zukünfiger zurückhaltender und zielorientierter zu engagieren.
Potentielle AdHoc-Exituskandidaten sind in meinen Augen: pointoo.de und groops.de
Funktionieren könnte dagegen reise.de bzw reise.com - Urlaub geht immer und das Geschäftsmodell (Online-Reisebüro/Vermarktung) ist proofen und lukrativ.
55% Deadpool Probability.
Stöer und die Mediaventures
Nach den letzten Exitusmeldungen muss man kein Hellseher sein um zu sagen das hier extrem aufgeräumt wird. Bis auf PKW.de und der Anzeigenvermarktung steht wohl alles zur Disposition. siehe http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15647/
mp3.de ist faktisch schon tot….und der Rest….von dem hat man eh nie wirklich gehört (http://mediaventures.de/portfolio)
85% Deadpool Probability.
Madsack Medialab
Auch so eine Verlagshaus-Bude die in web 2.0 Startups macht. Die Arbeitgeberbewertungsplattform kununu.com sticht als innovativ heraus, der Rest….naja, imho viel zu viel Social Network Scheiss (http://www.madsackmedialab.de/portfolio.html).
75% Deadpool Probability.
DuMont und DuMont Ventures
Again, Verlagshausbude. Und natürlich auch hier das einzig wahre Investment: Social Networks. Für Mädchen. Ganz großes Ding. (http://www.lizzynet.de/). Wie Madsack waren sie relativ spät dran und teilen sich jetzt zum großen Teil Ihre Investmentleichen. Mal schauen wann hier aufgeräumt wird. http://www.dumontventure.de/
75% Deadpool Probability.
Achja: Portfolioperle ist diskret.de - Prostituiertenbörse online, nicht nur im Anzeigenteil der Printzeitungen. wow. innovativ. hoffentlich auch so lukrativ wie man meint.
Zum Abschluss der ersten Folge ein populäres, regionales Musikstück (kein Witz).
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