Meinung: “RailsWay” - deutsches Printmagazin über Ruby on Rails.
Zuerst einmal finde ich es keine schlechte Sache, dass es ein deutschsprachiges Printmagazin zu Ruby on Rails gibt. Allerdings glaube ich nicht daran:
- Printmagazine sind “tot” - Gerade bei so volatilen Themen wie Rails
- Kleinauflage ist teuer - 9,80 EUR pro Ausgabe sind viel Geld
- Mangelnde Beiträge - Findet man genügend fähige und willige Autoren in Deutschland? Ich habe die Befürchtung, dass ein Großteil der Beiträge zukünftig aus dem amerikanischen übersetzt werden wird (z.B. aus Blogs) um überhaupt das Heft voll zu bekommen. Ausserdem stammen nun einmal fast alle “wichtigen” Rails-Core und Plugin-Entwickler aus dem englischen Sprachraum oder publizieren nur auf Englisch.
- Mangelnde Leserschaft - Rails ist in Deutschland noch immer eine relativ kleine Angelegenheit. Jeder, der auf seinen Rails-Skills etwas hält, kommt an der Lektüre von englischsprachigen Büchern, Websites, Blogs und Tweets nicht herum. Wenn jemand wegen dieser Sprachbarriere nicht auf Rails gesetzt hat, wird er auch nach einer Zeitschriftenlektüre die gleichen Probleme wie zuvor haben: Sobald es an die Innereien geht, kommt man an Englisch nicht vorbei.
- Mangelnde Anzeigenkunden - Das Magazin richtet sich an potentielle Entwickler und nicht an Entscheider. Warum sollte ich als “Rails-Shop” darin inserieren? Ohne Werbung wird es hart und teuer (s.o.). Wer sollte sonst inserieren? Für die großen Webhoster oder Apple ist der Markt viel zu klein und auch SUN (Netbeans, Glassfish, JRuby) wird sparen müssen.
- Die Rezession wird das ganze Vorhaben enorm unter Druck setzen. General-Interest Magazine sterben schon wie die Fliegen, auch die IT-Magazine werden nicht verschont bleiben.
Ich wünsche den Leuten trotzdem Viel Erfolg - aber daran glauben tue ich leider nicht, sorry.
Comments powered by Disqus