Journalisten in Armutsregionen
Täglich sieht man im Fernsehen Dokumentationen über Armut oder Gewalt in anderen Teilen unserer Welt. So auch heute Abend wieder in einer Dokumentation über hungernde Bauern in Indien.
Im großen und ganzen klingen die Beiträge immer ähnlich: Die Familien sind hoch verschuldet, müssen umwelt- und korruptionsbedingt z.B. für Wasser viel Geld an dubiose Mafiosis bezahlen.
Oft wird sich dabei auch die Mühe gemacht den aufgehäuften Schuldenbetrag in Euro zu nennen und es kommen Zahlen heraus die für uns, zumindest nicht Hartz4-Teilnehmern, durchaus überschaubar erscheinen:
- 50 EUR
- 100 EUR
- 500 EUR
Wie gehen die Reporter damit um, wenn sie mit dem Elend dort konfrontiert werden?
Ist man abgestumpft?
Redet man sich ein, mit dem Fernsehbeitrag alleine “mehr und längerfristig” etwas verbessern zu können?
Oder gibt man nach den Aufnahmen der zehnköpfigen, hungernden Familie den Gegenwert von 500 EUR in Landeswährung und befereit sie von den Schulden - um sein Gewissen zu beruhigen?
Oder schickt man einheimische Reporter hin?
Wie könnte man das herausfinden?
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